Für schnelle Köpfe: zwei schwierige Logicals
Sechs Plätze, sechs Personen und sechs Karten. Kombiniere die Hinweise und begründe deine Lösung.
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Deine Wahl: Zusatzaufgaben
Wähle eine von zwölf Aufgaben: neun Fälle und drei längere Lesetexte. Dein Auftrag: Text lesen, drei Kurzantworten lösen und „Weiterdenken und beweisen“ bearbeiten. Fertig bist du, wenn die Antworten richtig geprüft sind und du deine Begründung zeigen und erklären kannst. Danach wählst du einen weiteren Fall oder wechselst im Wahlbereich zu Scratch.
Arbeite zunächst selbstständig. Nach drei falschen Prüfungen desselben Feldes erscheint ein knapper Denkanstoß. Vollständige Lösungen werden hier nicht eingeblendet. Deine Antworten bleiben bis zum Neuladen auf dieser Seite.
0 von 12 Aufgaben: Kurzantworten richtig.
Stufe 1 · Spuren finden
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 1
Pixels weißer Bart
Dein Ziel: Erkläre mit zwei Beobachtungen, wodurch der helle Fleck entsteht und welche Maßnahme hilft.
1„Pixel hat einen weißen Bart“, sagte Cem. Auf dem Bildschirm lag ein heller Fleck über dem Gesicht der kleinen Figur. Lisanne wischte vorsichtig mit einem trockenen Tuch über die Stelle. Der Fleck blieb. Paul schlug vor, einfach eine andere Figur zu nehmen. „Dann wissen wir immer noch nicht, wo der Bart herkommt“, erwiderte Lisanne. Frau Mai bat die drei, erst ihre Beobachtungen zu notieren.
2Cem verschob das Fenster mit Pixel nach links. Die Figur wanderte mit, der helle Fleck blieb an derselben Stelle des Bildschirms. Nun lag er über einer leeren Fläche. „Der Fleck gehört also vermutlich nicht zur Figur“, sagte Paul. Lisanne schrieb genau diese vorsichtige Formulierung auf. Sie hatten etwas ausgeschlossen, aber die Ursache noch nicht gefunden.
3Frau Mai hielt ein großes Blatt zwischen das Klassenraumfenster und den Bildschirm. Der Fleck verschwand. Als sie das Blatt wegnahm, war er wieder da. Sie wiederholte den Versuch ein zweites Mal. Wieder zeigte sich derselbe Unterschied. Anschließend veränderte sie die Ausrichtung des Bildschirms. Cem konnte Pixel nun ohne den hellen Fleck erkennen.
4Ben kam dazu und sah nur das Ergebnis. „Das Tuch hat geholfen“, behauptete er. Paul zeigte ihm die Notizen. Nach dem Wischen war der Fleck noch da gewesen. Erst das Abschirmen des Fensterlichts hatte ihn verschwinden lassen. Lisanne ergänzte unter der Überschrift Beleg: Eine Erklärung muss zu allen beobachteten Schritten passen. Pixel behielt seine Figur und bekam seinen normalen Mund zurück.
Weiterdenken und beweisen
Widerlege Bens Erklärung mit zwei Beobachtungen. Erfinde eine weitere Prüfung, bei der genau eine Sache verändert wird.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 2
Größer lesen, anders umbrechen
Dein Ziel: Unterscheide Textinhalt und Darstellung. Berechne die Zeilenanzahl und begründe den Unterschied.
1Beim Vergrößern einer Ansicht werden Buchstaben größer dargestellt. Der gespeicherte Satz kann dabei unverändert bleiben. Auf einem gleich breiten Bildschirm passen dann oft weniger Wörter in eine Zeile. Das Programm verteilt sie auf zusätzliche Zeilen. Dieser automatische Zeilenumbruch ist etwas anderes als ein von dir gedrücktes Enter. Du hast beim Vergrößern kein neues Wort eingefügt und keine Taste zum Beginnen eines Absatzes gedrückt.
2Mila untersucht eine vereinfachte Textanzeige. Sie enthält zwölf gleich breite Wortkarten. In der kleinen Ansicht passen genau sechs Karten in jede Zeile. In der großen Ansicht passen genau vier hinein. Alle Karten bleiben erhalten und stehen in derselben Reihenfolge. Für diese Aufgabe füllt die Anzeige jede Zeile vollständig, bevor sie eine neue beginnt.
3Mohammed sieht in der großen Ansicht mehr Zeilen. „Dann muss der Text länger geworden sein“, meint er. Mila zählt zuerst die Wortkarten und danach die Zeilen. Sie möchte zwischen Textinhalt und Darstellung unterscheiden. Die Anzahl der Zeilen allein sagt noch nicht, ob zusätzliche Wörter gespeichert wurden.
Kleine Ansicht: 6 je Zeile
Große Ansicht: 4 je Zeile
Weiterdenken und beweisen
Zeichne beide Anordnungen. Erkläre, weshalb Mohammeds Schluss falsch ist. Was geschieht im Modell mit 13 statt 12 Karten?
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 3
Welcher Schritt fehlt?
Dein Ziel: Ordne die Schritte vom Speichern bis zum Testen und erkläre, was jeder Schritt nachweist.
1Paul hat sein Scratch-Projekt verändert. Seine Figur bewegt sich jetzt und sagt einen Arbeitsplatz-Tipp. Vor dem Aufräumen schreibt er vier Karten. Auf Karte A steht: „Gespeicherte Datei im Ordner finden.“ Karte B lautet: „Die gefundene Datei im Prüftab öffnen.“ Karte C heißt: „Aktuelle Fassung als Projektdatei speichern.“ Auf Karte D steht: „Sprechblase und Bewegung im geöffneten Projekt testen.“
2Die Karten liegen durcheinander auf dem Tisch. Paul darf seinen ursprünglichen Scratch-Tab zunächst offen lassen. Er möchte im zweiten Tab nachweisen, dass die gerade gespeicherte Fassung funktioniert. Ein Dateiname mit dem Wort neu genügt dafür nicht. Ebenso wenig beweist ein Bildschirmfoto, dass die Blöcke später wieder bearbeitet werden können.
3Lisanne liest jede Karte vor. „Welche Handlung braucht das Ergebnis der vorherigen?“ Paul legt eine Folge. Erst danach führt er sie am Computer aus.
Weiterdenken und beweisen
Notiere die gesamte Kartenfolge. Erkläre, was ein Dateifund schon zeigt und was erst der letzte Schritt zeigt.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
Stufe 2 · Schritte verbinden
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 4
Zwei Starts, ein Irrtum
Dein Ziel: Berechne Bewegungswege und Endpositionen bei wiederholtem Start und begründe den Einfluss des Startorts.
1Pixel sollte auf der Bühne zum Fenster gehen. Cem baute unter den Flaggenblock zwei Bewegungsblöcke: erst zehn Schritte, dann zwanzig. Er stellte die Figur auf Position 15. Sie blickte nach rechts. Paul notierte seine Vorhersage: „Nach dem ersten Start steht sie auf 45.“ Lisanne schrieb daneben: „Nach dem zweiten Start steht sie wieder auf 45.“ Beide waren sich sicher.
2Frau Mai fragte, welcher Block die Figur beim Start auf Position 15 zurücksetzen würde. Cem suchte in seiner Folge. Es gab nur den Flaggenblock und die beiden Bewegungsblöcke. Kein Block setzte eine Position. Lisanne las ihre Vorhersage noch einmal. Sie hatte angenommen, dass ein neuer Start automatisch zum Anfangsort führt. Auf der Bühne geschah das jedoch nicht.
3Vor dem ersten Test setzte Cem die Figur ausdrücklich auf 15. Nach einem Flaggenklick stand sie auf 45. Er klickte ein zweites Mal, ohne sie zurückzusetzen. Diesmal stand sie auf 75. Paul zeichnete die beiden Wege auf einen Zahlenstrahl. Die grüne Flagge startete die Anweisungen erneut. Sie stellte die Figur nicht von selbst zurück.
4Für einen fairen Vergleich änderte Cem anschließend nur den zweiten Bewegungsblock von zwanzig auf fünf Schritte. Vor diesem neuen Test setzte er die Figur wieder auf 15. „Jetzt vergleichen wir wirklich dieselbe Ausgangslage“, sagte Lisanne. Pixel wartete. Die Bühne war groß genug, und die Figur blickte bei allen Versuchen nach rechts.
Startposition: 15 ⚑ → gehe 10 Schritte → gehe 20 Schritte Kein Block setzt die Position zurück.
Weiterdenken und beweisen
Erkläre den Unterschied zwischen Weglänge und Endposition. Erfinde zwei Folgen mit verschiedenen Startpositionen, die am selben Ziel enden.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 5
Was wird wiederholt?
Dein Ziel: Vergleiche zwei Wiederholungsprogramme. Berechne beide Wege und erkläre die Wirkung der Einrückung.
1Eine Wiederholung führt die eingerückten Anweisungen mehrfach aus. Die nächste Anweisung außerhalb der Wiederholung folgt erst danach. Für unser Modell bedeutet „gehe“ stets eine Bewegung nach rechts. Die Figur hat ausreichend Platz.
2Noah und Mohammed verwenden dieselben Zahlen, ordnen ihre Blöcke aber verschieden an. Noah wiederholt dreimal acht Schritte. Erst nach der Wiederholung folgen vier weitere Schritte. Mohammed wiederholt dreimal die Kombination aus acht und vier Schritten.
3Mohammed meint: „Gleiche Zahlen, gleiches Ergebnis.“ Noah zeigt auf die Einrückung. Sie möchten beide Folgen zuerst auf Papier ausführen. Jede Wiederholungsrunde erhält eine eigene Zeile. Erst anschließend prüfen sie in Scratch. Vor jedem Versuch stellen sie die Figur an dieselbe Startposition.
Noah
wiederhole 3-mal:
gehe 8 Schritte
gehe 4 SchritteMohammed
wiederhole 3-mal:
gehe 8 Schritte
gehe 4 SchritteWeiterdenken und beweisen
Verändere nur die Lage eines Blocks, sodass beide Programme denselben Weg erzeugen. Begründe ohne Ausprobieren. Was wäre bei vier statt drei Wiederholungen?
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 6
Die Datei mit dem ordentlichen Namen
Dein Ziel: Finde anhand überprüfter Inhalte die passende Projektdatei und widerlege eine falsche Behauptung über Dateinamen.
1Lisanne findet drei Projektdateien. Pixel.sb3 wurde um 09:12 gespeichert. Pixel (1).sb3 stammt von 09:19. Pixel_neu.sb3 trägt die Zeit 09:15. Um 09:17 hatte Lisanne einen Sprechblock ergänzt. „Ich nehme die Datei mit neu“, sagt Paul.
2Frau Mai lässt die Kinder zuerst Vermutungen nennen. Die Zeiten sind Hinweise, aber die Klasse soll den Inhalt prüfen. In Pixel.sb3 finden sie einen Bewegungsblock. In Pixel_neu.sb3 finden sie ebenfalls nur einen Bewegungsblock. Pixel (1).sb3 enthält zusätzlich den Sprechblock. Beim Flaggenstart zeigt diese Datei auch tatsächlich den erwarteten Arbeitsplatz-Tipp.
3Cem möchte nun sofort die anderen Dateien löschen. Lisanne hält ihn auf. Zuerst klärt sie mit Frau Mai, welche Fassungen behalten werden sollen. Für ihre Erklärung notiert sie: Ein Dateiname kann frei gewählt werden. Eine spätere Uhrzeit kann eine neuere Fassung vermuten lassen. Den Inhalt und das Verhalten prüfen wir durch Öffnen und Starten.
| Datei | Zeit | Prüfergebnis |
|---|---|---|
| Pixel.sb3 | 09:12 | nur Bewegung |
| Pixel_neu.sb3 | 09:15 | nur Bewegung |
| Pixel (1).sb3 | 09:19 | Bewegung und Sprechblase |
Weiterdenken und beweisen
Formuliere einen Gegenbeleg zu „Die Datei mit neu ist immer die neueste“. Erkläre, weshalb die Uhrzeit allein die Funktion ebenfalls nicht beweist.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
Stufe 3 · Beweise prüfen
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 7
Vier Plätze, vier Prüfungen
Dein Ziel: Finde die vollständige Sitzordnung mit allen vier Prüfungen und begründe die Eindeutigkeit.
1Die Klasse bereitet vier Computerplätze vor. Von links nach rechts heißen sie Platz 1 bis Platz 4. Cem, Lisanne, Mohammed und Paul sitzen jeweils an einem anderen Platz. Jede Person übernimmt genau eine andere Prüfung: Schrift, Maus, Spiegelung oder Bewegung. Jede Prüfung kommt einmal vor.
2Paul sitzt ganz rechts. Cem sitzt direkt links von Lisanne. Mohammed sitzt nicht an einem äußeren Platz. Wer die Spiegelung prüft, sitzt direkt rechts von der Person mit der Schriftprüfung. Paul prüft die Bewegung. Lisanne prüft nicht die Spiegelung.
3Pixel hat die Namensschilder und Prüfkarten vermischt. Die Kinder sollen zuerst die Sitzordnung begründen und danach die Prüfungen zuordnen. Ein einzelner Hinweis reicht nicht für alle Felder. Prüfe zum Schluss jeden Hinweis an deiner gesamten Lösung. „Direkt“ heißt: ohne Platz dazwischen.
Weiterdenken und beweisen
Zeichne die vollständige Tabelle mit Namen und Prüfungen. Begründe, warum das Prüfungspaar nicht auf Platz 1 und 2 liegen kann. Streiche versuchsweise den letzten Hinweis: Ist die Lösung dann noch eindeutig?
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 8
Der Zähler entscheidet nur einmal
Dein Ziel: Führe einen bedingten Ablauf korrekt aus und nutze ein wiederkehrendes Muster für eine Vorhersage.
1Ein Programm kann abhängig von einer Bedingung verschiedene Anweisungen ausführen. Unser Zählerautomat prüft am Anfang jeder Runde genau einmal, ob der aktuelle Wert mindestens zehn ist. Stimmt die Bedingung, zieht er sechs ab. Andernfalls addiert er vier. Danach endet die Runde sofort. Erst in der nächsten Runde wird die Bedingung erneut geprüft.
2Das Wort mindestens schließt den Grenzwert ein. Bei genau zehn gilt die Bedingung also schon. Die beiden Zweige werden niemals in derselben Runde nacheinander ausgeführt. Auch wenn das Ergebnis des einen Zweigs inzwischen zur anderen Bedingung passen würde, bleibt es bis zur nächsten Runde stehen.
3Pixel beginnt mit dem Wert sieben. Ben schreibt für die erste Runde fünf auf: Er hat erst vier addiert und dann sechs abgezogen. Mila hält ihren Stift über das Wort einmal. „Zeig mir, welche Anweisung die zweite Prüfung erlaubt.“ Ben findet keine. Er beginnt eine Tabelle mit einer Zeile je Runde und notiert jeweils Startwert, Entscheidung und Endwert.
Startwert: 7
Jede Runde:
wenn Wert mindestens 10:
ziehe 6 ab
sonst:
addiere 4
Runde beendenWeiterdenken und beweisen
Führe die Tabelle bis Runde 7 fort. Entdeckst du eine Wiederholung? Begründe, welcher Wert nach Runde 12 steht, ohne alle Runden einzeln aufzuschreiben.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Zeige deinen Denkweg deinem Partner oder Frau Mai. Die Erklärung wird im Gespräch geprüft.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und deine Antwort auf die Vertiefung mit nachvollziehbarer Begründung vorliegt. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZAUFGABE 9
Ein überzeugender Versuch?
Dein Ziel: Beurteile einen Vergleichsversuch und plane einen eigenen Versuch, bei dem nur eine Einflussgröße verändert wird.
1Cem möchte beweisen, dass eine höhere Schrittzahl die Figur weiter bewegt. Beim ersten Versuch startet die Figur auf Position 0, schaut nach rechts und geht zehn Schritte. Beim zweiten startet sie auf Position 20, schaut nach links und geht dreißig Schritte. Beide Male ist genug Platz. Die Figur hat keine weiteren Blöcke.
2Nach dem ersten Versuch steht sie auf 10. Nach dem zweiten steht sie auf minus 10. „Sie ist beim zweiten Versuch weiter links. Also macht die größere Zahl die Bewegung rückwärts“, sagt Cem. Lisanne widerspricht. Zwischen den Versuchen haben sich gleich drei Dinge geändert: Ausgangsposition, Blickrichtung und Schrittzahl.
3Für einen aussagekräftigen Vergleich lassen sie Ausgangsposition und Blickrichtung gleich. Beide Versuche beginnen auf 20 mit Blick nach rechts. Nur die Schrittzahl wird von zehn auf dreißig verändert. Vor dem zweiten Versuch setzen sie die Figur ausdrücklich wieder auf 20. Die beiden Endpositionen werden getrennt notiert. Frau Mai fragt abschließend: „Was könnt ihr aus genau diesem Versuch schließen, und was habt ihr damit noch nicht untersucht?“
| Versuch | Start | Richtung | Schritte |
|---|---|---|---|
| ursprünglich A | 0 | rechts | 10 |
| ursprünglich B | 20 | links | 30 |
| fair A | 20 | rechts | 10 |
| fair B | 20 | rechts | 30 |
Weiterdenken und beweisen
Schreibe eine begründete Antwort an Cem. Entwickle anschließend einen eigenen fairen Versuch zur Anzeigegröße. Nenne Veränderung, gleich bleibende Bedingungen, Beobachtung und eine Grenze deiner Aussage.
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Drei zusätzliche Lesetexte · Wiederholen und weiterdenken
Beginne mit einem passenden Text. Text 1 wiederholt Grundlagen, Text 2 verbindet Beobachtungen und Fachbegriffe, Text 3 verlangt genaue Rechnungen und Belege. Du musst nicht alle Texte in dieser Stunde schaffen. Nimm dir nach dem ersten Lesen Zeit für Textbelege und Erklärungen.
WAHL A · ZUSATZLESETEXT 1 · 1 · Grundlagen wiederholen
Die verschwundene Nachricht
Geschichte mit Sachwissen · etwa 407 Wörter
Dein Ziel: Erkläre, was Schreibmarke, Rücktaste, Entf und Markieren beim Bearbeiten eines Textes bewirken.
Leseauftrag: Lies erst den ganzen Text. Suche beim zweiten Lesen die Stellen, mit denen du deine Antworten belegen kannst. Notiere die Absatznummern auf Papier.
1Cem und Mila sollten für die 5c eine Nachricht schreiben: „Bitte lege die Maus neben die Tastatur.“ Als Paul an ihren Tisch kam, stand im Textfeld nur noch ein großes P. „Der Computer hat unseren Satz verschluckt“, sagte Cem. Mila schüttelte den Kopf. Sie erinnerte sich an eine blaue Fläche über dem ganzen Satz. Danach hatte Cem einen Buchstaben getippt. Frau Mai bat die drei, diese beiden Beobachtungen aufzuschreiben. Sie sollten herausfinden, welcher Arbeitsschritt den Satz verändert hatte.
2Mila öffnete ein zweites Textfeld für einen Versuch. Sie schrieb das Wort Maus und markierte es vollständig. Markieren bedeutet: Ein bestimmter Teil des Textes ist ausgewählt. Nun tippte sie P. Im Feld blieb genau dieses eine Zeichen stehen. Paul konnte den Versuch wiederholen. Damit hatten sie eine Erklärung für die Nachricht: Neu eingegebener Text ersetzt den markierten Text. Eine blaue Markierung ist also ein wichtiger Hinweis darauf, worauf sich die nächste Eingabe auswirkt. Cem beschloss, vor dem Tippen genauer hinzusehen.
3Als Nächstes untersuchten sie die Schreibmarke. Dieser schmale Strich zeigt, an welcher Stelle ein Zeichen eingefügt wird. Man nennt ihn auch Cursor. Mila schrieb Ma|us auf eine Karte. Der Strich stellte nur die Schreibmarke dar und gehörte nicht zum Wort. Bei der Rücktaste verschwindet das Zeichen links davon. Aus Ma|us wird deshalb Mus. Für den Versuch mit Entf schrieben die Kinder zuerst wieder Maus und setzten die Schreibmarke hinter das a. Entf entfernt das Zeichen rechts davon. Diesmal entstand Mas. Für beide Versuche war derselbe Anfangszustand wichtig.
4Cem wollte die Nachricht neu schreiben. Für ein großes B hielt er Umschalt, auch Shift genannt, gedrückt und tippte B. Dann ließ er Umschalt los. Zwischen zwei Wörtern benutzte er die Leertaste. Als der Satz fertig war, las Paul ihn langsam vor. Mila verglich jedes Wort mit dem Auftrag. Sie fanden noch einen fehlenden Abstand. Cem setzte die Schreibmarke an die passende Stelle und ergänzte ein Leerzeichen. Diesmal beobachteten alle genau, was auf dem Bildschirm geschah.
5Zum Schluss sollte die Textdatei in den Klassenordner. Paul fragte nach dem Unterschied zwischen Ziehen und Doppelklicken. Beim Ziehen drückte Mila auf das Dateisymbol, hielt die linke Maustaste fest, bewegte die Datei zum Ordner und ließ dort los. Ein Doppelklick bestand aus zwei schnellen Klicks und konnte den Ordner öffnen. Mit dem Mausrad konnten sie in einer langen Ansicht scrollen. Die Kinder schrieben drei verschiedene Handlungen auf. Frau Mai fragte: „Welche davon verändert den Text selbst?“ Cem zeigte auf ihren ersten Versuch und erklärte die Markierung.
Weiterdenken und beweisen
Fehlerdetektiv: Ben sagt „Rücktaste und Entf löschen immer dasselbe Zeichen.“ Widerlege ihn mit beiden Ergebnissen bei Ma|us. Zeichne die Schreibmarke ein und unterstreiche jeweils das gelöschte Zeichen im Ausgangswort. Erkläre außerdem, warum die Kinder vor dem zweiten Versuch Maus neu schreiben.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
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WAHL A · ZUSATZLESETEXT 2 · 2 · Zusammenhänge erklären
Ein Arbeitsplatz ist kein Maßanzug für alle
Sachtext mit Beobachtungen aus der 5b · etwa 473 Wörter
Dein Ziel: Unterscheide Veränderungen am Inhalt, an der Anzeige und am Arbeitsplatz und begründe passende Maßnahmen.
Leseauftrag: Lies erst den ganzen Text. Suche beim zweiten Lesen die Stellen, mit denen du deine Antworten belegen kannst. Notiere die Absatznummern auf Papier.
1Ein Computerarbeitsplatz wird von unterschiedlichen Menschen benutzt. Ihre Körpergröße, Reichweite und Bedürfnisse können verschieden sein. Deshalb passt dieselbe Einstellung nicht automatisch zu jedem Kind. Ergonomie beschäftigt sich damit, Arbeit und Arbeitsmittel an Menschen anzupassen. Im Klassenraum betrifft das zum Beispiel die Erreichbarkeit von Maus und Tastatur, die Lesbarkeit der Anzeige und eine angenehme Körperhaltung. Eine passende Einstellung muss im Alltag ausprobiert werden. Eine kleine Veränderung kann bereits einen deutlichen Unterschied machen.
2In der 5b übernimmt Lisanne den Platz von Mohammed. Für Mohammed war die Maus bequem erreichbar. Lisanne muss den Arm weit nach vorn strecken, weil zwischen ihr und der Maus ein dickes Heft liegt. Sie legt das Heft zur Seite und holt die Maus näher. Nun bleiben ihre Schultern locker. Danach prüft sie mit Frau Mai die Sitzhöhe. Ihre Füße sollen Halt finden, während sie die Geräte bequem erreicht. Stuhl und Bildschirm werden mit Unterstützung passend eingestellt. Der Versuch zeigt: Nach einem Platztausch lohnt sich eine neue Prüfung, auch wenn am Gerät nichts kaputt ist.
3Manchmal ist vor allem die Schrift schwer zu erkennen. Durch Vergrößern der Browseransicht werden die Zeichen größer dargestellt. Der Inhalt der Nachricht bleibt dabei erhalten. Allerdings passen weniger Zeichen nebeneinander auf den Bildschirm. Deshalb kann derselbe Satz mehr Zeilen benötigen. Lisanne betrachtet eine Karte mit zwölf Wörtern. In der kleinen Ansicht passen sechs Wörter in eine Zeile, in der großen drei. Die kleine Darstellung braucht zwei Zeilen; die große braucht vier. Es bleiben zwölf Wörter. Zeilenzahl und Wortzahl beschreiben unterschiedliche Eigenschaften eines Textes.
4Ein heller Fleck auf dem Bildschirm kann eine andere Ursache haben. Trifft Licht aus dem Fenster ungünstig auf die Oberfläche, entsteht eine Spiegelung. Größere Buchstaben beseitigen diese Ursache nicht zuverlässig. Frau Mai hält probeweise ein Blatt zwischen Fenster und Bildschirm. Verschwindet der Fleck und erscheint nach dem Wegnehmen erneut, spricht die Beobachtung für die Lichtquelle als Ursache. Eine andere Ausrichtung des Bildschirms kann helfen. Wichtig ist, die Wirkung nach jeder Veränderung zu prüfen. Werden sofort mehrere Dinge umgestellt, lässt sich schwerer erkennen, welche Maßnahme geholfen hat.
5Auch an einem gut eingerichteten Platz bleibt ein Mensch beweglich. Dauernd dieselbe Haltung einzufrieren ist anstrengend. Kurze Bewegungen, lockere Schultern und ein Blick zu einem weiter entfernten Gegenstand unterbrechen die Bildschirmarbeit. Die Bewegung wird so gewählt, dass sie für das jeweilige Kind angenehm und möglich ist. Anschließend werden Maus, Tastatur und Anzeige erneut geprüft. Eine Pause ersetzt die passende Einrichtung des Arbeitsplatzes ebenso wenig wie eine gute Einrichtung jede Pause überflüssig macht.
6Für eine begründete Erklärung reichen drei Schritte: Beobachtung nennen, passende Veränderung beschreiben, Wirkung überprüfen. Lisanne formuliert: „Die Maus lag zu weit weg. Ich habe das Heft zur Seite gelegt und die Maus näher geholt. Jetzt erreiche ich sie mit lockerem Arm.“ Wer nur sagt „Jetzt ist alles besser“, lässt die entscheidenden Informationen offen. Eine genaue Erklärung hilft dem nächsten Kind, selbst eine passende Veränderung zu finden.
Weiterdenken und beweisen
Prüfe Pauls Behauptung: „Doppelt so viele Zeilen bedeuten doppelt so viel Inhalt.“ Nutze die Zahlen der Wortkarte als Gegenbeispiel. Formuliere dann für einen zweiten Fall eine Beobachtung, eine passende Veränderung und einen überprüfbaren Effekt. Wähle entfernte Maus, kleine Schrift oder Spiegelung.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und du deine Vertiefung mit Textbelegen erklären kannst. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
WAHL A · ZUSATZLESETEXT 3 · 3 · Genau lesen und Beweise prüfen
Der Fall der beiden Pixel-Dateien
Rätselgeschichte mit Sachtext zu Programmen und Dateien · etwa 480 Wörter
Dein Ziel: Verfolge ein Programm, vergleiche Versuche fair und erkenne eine gespeicherte Fassung an ihrem Verhalten.
Leseauftrag: Lies erst den ganzen Text. Suche beim zweiten Lesen die Stellen, mit denen du deine Antworten belegen kannst. Notiere die Absatznummern auf Papier.
1„Mein Pixel konnte eben noch sprechen!“, rief Ben. Er saß neben Lisanne und Mohammed am Computer der 5b. Auf dem Bildschirm bewegte sich eine Figur nach rechts und schwieg. Im Downloadordner lagen zwei Dateien: Pixel.sb3 und Pixel_neu.sb3. Ben wollte sofort die Datei mit neu im Namen nehmen. Lisanne hielt ihn auf. Ein Dateiname ließ sich frei wählen. Er konnte einen Hinweis geben, bewies aber noch nicht, welches Programm darin gespeichert war. Die drei sammelten deshalb ihre Aufzeichnungen vom Vormittag.
2Um 9:10 Uhr hatte Ben die erste Fassung gebaut. Ein gelber Ereignisblock startete das Programm beim Anklicken der grünen Flagge. Darunter hing ein blauer Bewegungsblock mit zehn Schritten. Mehrere verbundene Anweisungen bilden ein Skript. Ihre Reihenfolge bestimmt, was die Figur nacheinander tut. Damit die Figur nach rechts lief, stellte Ben ihre Richtung auf 90. Vor seinem Versuch setzte er die x-Position auf 20. Die x-Position beschreibt die Lage nach links oder rechts auf der Bühne. Nach zehn Schritten stand Pixel auf 30.
3Um 9:12 Uhr speicherte Ben diese erste Fassung unter Pixel_neu.sb3. Um 9:15 Uhr änderte er den Bewegungsblock auf dreißig Schritte und ergänzte darunter „sage Prüfe deinen Platz! für 2 Sekunden“. Vor dem neuen Vergleich stellte er Pixel wieder auf x = 20 und Richtung 90. Nur so begann der zweite Lauf unter denselben Bedingungen. Nach dem Flaggenklick stand Pixel auf 50 und zeigte die Sprechblase. Die größere Schrittzahl hatte den Weg um zwanzig Schritte verlängert. Aus diesem Vergleich konnte Ben die Wirkung der Schrittzahl erklären.
4Um 9:18 Uhr speicherte Ben die geänderte Fassung unter Pixel.sb3. Danach öffnete er versehentlich wieder Pixel_neu.sb3. Nun schwiegen beide Kinder einen Moment. Lisanne zeichnete eine Zeitleiste. Erst die erste Speicherung, dann die Änderung, dann die zweite Speicherung: Diese Reihenfolge war wichtiger als das Wort neu. Mohammed schlug eine Überprüfung vor. Sie öffneten jede Datei in einem eigenen Prüftab, stellten dieselbe Startposition und Richtung ein und klickten auf die Flagge. Die Fassung mit dreißig Schritten und Sprechblase war die gesuchte Datei.
5Eine gespeicherte Scratch-Datei enthält den Stand des Projekts zum Zeitpunkt des Speicherns. Spätere Änderungen müssen erneut gesichert werden. Dass eine Datei vorhanden ist, beweist deshalb noch nicht, dass die neueste Ergänzung darin steckt. Zur Kontrolle wird die gespeicherte Datei geöffnet und die entscheidende Funktion getestet. Für die Kinder war das die Kombination aus Bewegung und Sprechblase. Die Dateiendung .sb3 half ihnen, die Projektdateien im Downloadordner wiederzufinden.
6Zum Schluss erfand Mohammed eine Prüfaufgabe. Er begann wieder bei x = 20 mit Blick nach rechts. Dreimal sollte Pixel zuerst zehn und danach fünf Schritte gehen. Beide Bewegungsblöcke lagen innerhalb der Wiederholung. Danach sollte die Figur einmal zehn Schritte zurückgehen; dafür änderte das Programm x um minus zehn. Lisanne zeichnete für jede Wiederholung eine Zeile. Ben rechnete nur mit der Endposition und vergaß zunächst den Rückweg. Frau Mai fragte: „Sind zurückgelegter Weg und Endposition dasselbe?“ Die drei beschlossen, ihre Rechnung mit einem selbst gebauten Programm zu überprüfen.
Weiterdenken und beweisen
Erstelle eine Tabelle mit Start, Runde 1, Runde 2, Runde 3 und Rückweg. Notiere die x-Position nach jedem Abschnitt. Berechne zusätzlich die insgesamt zurückgelegte Strecke und erkläre den Unterschied zur Endposition. Belege mit zwei Uhrzeiten, warum der Name Pixel_neu.sb3 hier täuscht. Entwirf einen Test, mit dem du beide Dateien unterscheiden kannst.
Der Abschlussknopf wird aktiv, wenn die drei Antworten richtig sind und deine Erklärung im Textfeld steht.
Fertig, wenn: 3 von 3 Kurzantworten richtig geprüft sind und du deine Vertiefung mit Textbelegen erklären kannst. Zeige sie deinem Partner oder Frau Mai.
Dein eigener Prüfauftrag
Erfinde einen Fall mit einer überzeugend klingenden, aber falschen Behauptung. Gib alle nötigen Informationen an. Löse ihn selbst und lass ihn anschließend von einem anderen Kind prüfen.